Aktuell: Eine aktuelle Version des Kurzkirchenführers findet sich seit September 2024 beim Ausgang der Kirche.
Am 10.12.1449 wurde die Urkunde (Brief) ausgestellt, in dem Gratkorn (als Krackorn) das erste Mal erwähnt worden war. Zum 575 jährigem Jubiläum gibt es einen Festvortrag zu dieser Urkunde nämlich genau am 10.12.2024 (Dienstag) um 19 Uhr in der Musikschule.
Am 23.5. 2025 war vor 150 Jahren das große Fährunglück (siehe unten). Auch für diesen Gedenktag sind Vorbereitungen angelaufen.
Es gibt noch ein paar Exemplare des Katalogs zur Jubiläumsausstellung 650 Jahre Erwähnung der Pfarre St. Stefan. Bei Interesse Mail an Hans Preitler
Die bei der letzten Renovierung freigelegten Gegenstände (2017) belegen, dass hier eine “villa rustica” – also ein Landhaus als erstes Gebäude errichtet war. Es ist der einzige Fund eine römischen Gebäudes im Gratkorner Becken. Es war in mediterraner Bautechnik gebaut worden und stammt aus der römischen Kaiserzeit um ca. 200 n. Chr.. Es wurden keine Gegenstände, die auf die Religion der Bewohner schließen lassen, gefunden.
Im Zuge der Völkerwanderung wurde das Gebiet unserer Pfarre von Karantanern (auch Alpenslawen genannt) besiedelt, die sich vor allem in den fruchtbaren Gebieten niederließen. Ob diese (teilweise) schon Christen waren (eventuell von Aquilea oder Byzanz aus missioniert) ist nicht belegt. Die Karantaner haben sich mit Hilfe der Baiuwaren von ihren Unterdrückern den Awaren befreit. Diese Germanen waren Christen und haben dann auch hier als Wirtschaftssystem das Lehensystem eingeführt. Das Erzbistum Salzburg hatte hier einen Edelhof des Kaisers als Lehen erhalten und 860 dann geschenkt bekommen und somit haben seit damals Christen hier nachweislich gelebt. Zerstörung durch Ungarneinfälle werden wohl dazu geführt haben, dass Salzburg diese Besitzungen an Gefolgsleute, mit diesen belehnt haben. Für die Seelsorge haben sowohl Bischöfe als Adelige Kirchen (Eigenkirchen) errichtet und Priester geholt und versorgt. Die Velgauer, die aus der Gegend von Passau gekommen sein könnten, wurde mit dem Gebiet um die heutige Kirche belehnt. Ab dem 11. Jahrhundert war ein flächendeckendes Netz von Pfarren errichtet und St. Stefan dürfte darin ein gleichberechtigte Eigenkirche gewesen sein.

Am 18.5.1875 ereignet sich für die Pfarre ein schreckliches Unglück. Bei der Wallfahrt nach Maria Straßengel sinkt die Fähre wegen Überladung und Hochwasser der Mur mit 153 Personen, 98 ertrinken. Daran erinnert der Grabstein des Martin Rinner an der Kirchmauer, die Brautkrone der Juliana Huber in der Kapelle in Friesach und für die Errettung die vergrößerte Kapelle auf der Jasen.


1993/94 wurde mit dem Neubau des Pfarrheimes ein pastorales Zentrum geschaffen.
Mit 1. September 2010 wurde die Pfarre Gratkorn zusammen mit der Pfarre Semriach zum Pfarrverband.
Mit 1. September 2020 ist die Pfarre Gratkorn Teil des Seelsorgeraums GU-Nord zusammen mit den Pfarren Semriach, Deutschfeistritz, Stübing, Übelbach, Frohnleiten und Röthelstein.
Durch die Stadtnähe und durch weitere angesiedelte Betriebe steigt die Bevölkerungszahl ständig weiter. Mit Stichtag 1. Jänner 2020 leben 8054 Menschen in Gratkorn. Rund 2/3 sind Katholiken.
2022 endet die seelsorgliche Betreuung der Pfarre durch das St. Rein, die formell schon mit der Errichtung des Seelsorgeraums geendet hatte.
Quellen: